Schröpfen - das Prinzip hat nichts mit dem Geldbeutel zu tun
Dass das trendige Schröpfen im medizinischen Sinn nichts mit "Geldbeutelschröpfen" zu tun hat, ist uns allen wahrscheinlich gewärtig. Der Spruch gilt ja auch nur im übertragenen Sinn, zeigt aber schon ein wenig das Prinzip auf. Es besteht darin, dass verschieden große, glockenähnliche Schröpfgläser mit einem Durchmesser von etwa drei bis sechs Zentimetern aus Glas, Kunststoff oder Silikon auf die Haut aufgesetzt und anschließend ein leichter Unterdruck erzeugt wird. Der Unterdruck kann durch Vakuumpumpen, durch Aufsetzen kleiner Gummibälle oder bei Silikonköpfen einfach durch leichtes Zusammendrücken erzeugt werden, weil die elastischen Glocken wieder ihre ursprüngliche Form annehmen wollen und deshalb eine leichte Saugwirkung verursachen.

Worin besteht nun die medizinische Wirkung oder der Nutzen für den Patienten?
Durch den leichten Unterdruck innerhalb der Schröpfgläser wird die Haut ein wenig in die Gläser hineingezogen, und es kommt zunächst zu einem leichten Flüssigkeitsaustritt aus den Blut- und Lymphgefäßen in das umliegende Gewebe. Im Prinzip handelt es sich um ein leichtes Ödem, etwa mit einem "Knutschfleck" vergleichbar. Das Immunsystem reagiert auf die innere Verletzung durch Herbeirufen von Leukozyten, die die ausgetretene Flüssigkeit "wegräumen", und gleichzeitig entstehen leichte Entzündungsreaktionen, die eine verstärkte Durchblutung des Areals bewirken. Insgesamt stellt sich ein beschleunigter Stoffwechsel in den geschröpften Hautregionen ein, so dass auch der Reparaturmechanismus und das Wegräumen nicht mehr verwertbarer Stoffe beschleunigt werden. Das umliegende Gewebe erfährt eine natürliche "Runderneuerung", und etwaige Muskelverspannungen und Faszienverklebungen können dadurch aufgelöst werden. Weil bestimmte Punkte auf der Haut über die sogenannten Head-Zonen mit bestimmten Organen in Verbindung stehen, kommt das Schröpfen zur Linderung und Heilung einer großen Anzahl verschiedener Beschwerden ? auch von inneren Organen - zur Anwendung.


Wie wird geschröpft und wie unterscheiden sich die einzelnen Methoden?
Das Grundprinzip des Schröpfens wie oben beschrieben wird in leichter Modifizierung als trockenes, als nasses oder blutiges Schröpfen und als Schröpfkopfmassage angewandt. Die einfachste Art ist das trockene Verfahren. Die Schröpfköpfe werden auf die Haut aufgesetzt und anschließend der leichte Unterdruck erzeugt. Die Verweildauer der Schröpfköpfe dauert nur wenige Minuten und richtet sich nach Anweisung des Therapeuten oder nach der Gebrauchsanweisung bei einer Anwendung zuhause.

Bei der nassen oder blutigen Schröpfung wird die Haut vor der Schröpfung vorher ein wenig mit einer Blutlanzette angeritzt. Nach Aufsetzen der Schröpfgläser tritt ein wenig Blut und Gewebsflüssigkeit aus der angeritzten Haut in die Schröpfglocken. Der Effekt der Schröpfung soll dadurch verstärkt werden. Es handelt sich um ein typisches Ausleitverfahren, das Immun- und Lymphsystem durch die körperliche Ausleitung der Flüssigkeit entlastet, denn beim trockenen Verfahren muss die in das Gewebe eingetretene körpereigene Flüssigkeit zur Gänze vom Immunsystem abgebaut und phagozytiert werden.

Als ausgesprochen angenehm wird die Schröpfkopf- oder Schröpfmassage empfunden. Die Hautpartie, die behandelt werden soll, wird eingeölt, bevor der Schröpfkopf aufgesetzt wird. Das Öl auf der Haut erlaubt es, den Schröpfkopf hin und her oder kreisend zu bewegen. Die Schröpfmassage ermöglicht eine relativ großflächige Behandlung, die eine starke Durchblutung zur Folge hat.

Welche Vor- und Nachteile haben die verschiedenen Materialien der Schröpfköpfe?
Während ursprünglich Schröpfköpfe ausschließlich aus transparentem Glas gefertigt wurden, sind heute auch Materialien wie transparenter Kunststoff ? ähnlich wie Plastikgläser ? und biokompatibles, hautfreundliches Silikon in unterschiedlichen Farben üblich. Schröpfköpfe aus sogenanntem unzerbrechlichem Glas sind besonders hygienisch, weil sie leicht gereinigt werden können. Sie zeichnen sich durch eine lange Lebensdauer aus. Die Gefahr eines Bruchs oder einer Zersplitterung ist nur gering. Zur Erzeugung des Unterdrucks sind die Gläser auf Gummibällchen oder auf kleine Vakuumpumpen angewiesen. Die Vakuumpumpen bieten darüber hinaus den Vorteil, dass die Stärke des Unterdrucks variiert und je nach Behandlungsstelle angepasst werden kann.

Häufig werden die Schröpfköpfe aus klar transparentem Kunststoff angeboten. Optisch gleichen sie den aus Glas gefertigten Glocken. Auch Handhabung und Erzeugung des Unterdrucks unterscheiden sich nicht von den gläsernen Modellen. Eine Splitterung ist auch bei stärkerer Gewaltanwendung ausgeschlossen.

Das sogenannte Silikon Schröpfen erfreut sich mittlerweile besonderer Beliebtheit, weil ein Schröpfkopf aus Silikon, der auf Biokompatibilität und auf Hautfreundlichkeit dermatologisch getestet wurde, besonders praktikabel ist. Das Silikon Schröpfen kommt gänzlich ohne jegliche Hilfsmittel aus wie Gummibällchen oder Vakuumpumpen zur Erzeugung des Unterdrucks aus. Sie werden in drei verschiedenen Stärken und Größen und in vielen unterschiedlichen Farben angeboten. Sie sind ebenfalls leicht zu reinigen und besonders gut für die trockene Methode und für die Schröpfkopfmassage geeignet.

Welche Krankheiten lassen sich mit Schröpfen behandeln?
Weil die inneren Organe mit verschiedenen Hautarealen verbunden sind und wie in der Akupunktur üblich, über die Hautareale direkt stimuliert werden können, sind der Behandlung fast keine Grenzen gesetzt. Als besonders geeignet haben sich die Verfahren unter anderem bei folgenden Beschwerden gezeigt:

  • Migräne und andere Arten von Kopfschmerzen
  • Bluthochdruck und niedriger Blutdruck
  • Bronchitis und Asthma
  • Herz-Kreislauferkrankungen
  • Verdauungsprobleme
  • Rückenschmerzen, Bandscheibenprobleme sowie Hexenschuss (Lumbago) und Karpaltunnelsyndrom am Handgelenk
  • Depressionen und Schwächezustände
  • Ohrensausen, Tinnitus und Schwindelgefühle

Die Anwendungen richten sich nach Anweisung des Therapeuten oder nach den von den Herstellern der Schröpfgarnituren mitgelieferten Anwendungsempfehlungen.

Wenn Sie großen Wert auf chinesische Heilmittel, wie zum Beispiel auf das Schröpfen legen, sollten Sie sich einmal bei uns umsehen. Eventuell können Sie sich über ein Schröpfset von uns begeistern lassen, mit dem Sie eine besondere Vakuum Massage zu Hause selbst bei Bedarf praktizieren können. Die Gläser bestehen aus Plastik oder Glas, so dass Sie absolut nichts falsch machen können. Aktivieren Sie die körpereigenen Stoffe, damit sie sich quasi selbst entgiften. So können Sie nämlich Ihr eigenes Immunsystem nachhaltig sogar stärken. Indem Sie Ihre eigene Durchblutung durch den Unterdruck beim Schröpfen verbessern, können Sie den Körper nachhaltig gesund halten.

Keine chemischen Nebenwirkungen
Sparen Sie sich chemische Mittel mit Nebenwirkungen und setzen Sie auf eine erholsame Schröpfkur. Wenn Sie nicht gleich einen gesamten Schröpfkoffer bestellen wollen, können Sie auch aus unserem Gläser Sortiment für das Feuerschröpfen wählen.

Hilfe bei Verdauungsproblemen, Asthma und Grippe
Auf das Schröpfen können Sie zum Beispiel setzen, wenn Sie an einer Erkältung oder an einer Grippe, bzw. einer akuten Bronchitis oder an Asthma leiden. Vielen Menschen, die an einer chronischen Rachenentzündung oder Mandelentzündung leiden, konnte schon durch das Schröpfen geholfen werden. Wenn Sie Verdauungsprobleme oder rheumatische Beschwerden haben, können Sie es ebenfalls einmal mit dieser traditionellen chinesischen Heilmethode probieren. Selbst dann, wenn Sie gegen Cellulite ankämpfen, können Sie sich Verbesserungen.
Cellulite ist der medizinische Fachbegriff für ein Beschwerdebild, für welches der Volksmund auch den wenig schmeichelhaften Begriff Orangenhaut geprägt hat. Der Name leitet sich vom optischen Erscheinungsbild der Orange mit ihrer dellenförmigen Oberfläche ab. Die im Grundsatz harmlose, jedoch recht unästhetische Hautveränderung ist hauptsächlich an den Oberschenkeln und im Gesäßbereich zu beobachten und betrifft nahezu ausschließlich Frauen. Obwohl Intensität und Ausmaß des unerquicklichen Phänomens anlagebedingt sind und dementsprechend familiär gehäuft auftreten, weisen im fünften Lebensjahrzehnt über 80 Prozent aller Frauen die unschönen Hautveränderungen unterhalb der Hüftpartie auf.   

Ursachen und Zusammenhänge  
Für betroffene Frauen mag es ein Trost sein, dass es sich bei ihrer Orangenhaut um kein Krankheitssymptom, sondern um ein ausschließlich kosmetisches Problem handelt. Infolge einer östrogenbedingten Bindegewebsschwäche verliert die weibliche Haut in der mittleren Lebensphase zunehmend an Elastizität. Die Haut wird dünner und dehnbarer, die gefürchteten Dellen treten hervor. Die Wahrscheinlichkeit einer Cellulite verstärkt sich überdies durch einen erhöhten Körperfettanteil, welcher bei Frauen aufgrund von Schwangerschaft und Stillzeit seit Jahrmillionen um durchschnittlich 25 Prozent über dem der Männer liegt.

Erfolgversprechender Behandlungsansatz
Schröpfen ist ein bewährtes naturheilkundliches Heilverfahren, welches auf eine jahrtausendelange Tradition zurückblicken kann. Bei der Bekämpfung ihrer Orangenhaut bedienen sich Frauen seit alters dieser im Unterschied zur Schulmedizin nebenwirkungs- und schmerzfreien Heilmethode. Die Schröpfgläser erzeugen einen Unterdruck auf der Hautoberfläche, was eine wohlige Wärme erzeugt und den Blutfluss steigert. Nach dem Schröpfen wirkt die Haut je nach Dauer und Intensität der Behandlung rosa bis leicht rötlich und bereits nach wenigen Anwendungen deutlich straffer. Wenn Sie die Schröpfgläser regelmäßig auf Ihre von Cellulite betroffenen Hautstellen aufsetzen, wird der Stoffwechsel angeregt, wodurch sich auch das tieferliegende Bindegewebe nachhaltig liftet und verjüngt. Die Schröpfgläser sind in unterschiedlichen Größen erhältlich und lassen sich ideal auf die Abmessungen der betroffenen Hautpartien abstimmen. Wenn es Ihnen gelingt, Ihre Problemzonen täglich für zehn bis fünfzehn Minuten auf diese Weise zu behandeln, sollten sich bereits nach wenigen Wochen erste Erfolge einstellen.

Schröpfen - Ein erfolgreiches Heilverfahren
Das Schröpfen ist ein medizinisches Verfahren, dessen Ursprünge in die frühesten Zeiten der menschlichen Entwicklung datieren. Die herkömmliche Praxis sah vor, dass der Körper an einer Stelle fein eingeritzt und diese schließlich langsam und kontrolliert angesaugt wurde. Diese Form des Blutenlassens galt als reinigend und gesundheitsfördernd, weil man der Meinung war, der Organismus werde durch die Methode von latenten Giftstoffen befreit. Bis in die neueste Zeit ist das sogenannte blutige Schröpfen eine beliebte Maßnahme der heilkundlichen und alternativen Medizin.
Das trockene Schröpfen - eine Entwicklung der Neuzeit
Heutzutage findet immer stärker eine andere Form der Methode Verbreitung, die einen Kontakt mit der inneren Flüssigkeit vermeidet. Die sogenannte trockene Variante basiert auf erhitzten Saugnäpfen oder Glocken aus Glas, die flächendeckend auf den zu behandelnden Stellen aufgesetzt werden. Dabei wird durch den Unterdruck ein Vakuum erzeugt, das die Haut anhebt. Mit Hilfe des trockenen Schröpfens können muskuläre Verspannungen und Verhärtungen gelöst werden. Außerdem wirkt die Methode durchblutungsfördernd und sorgt dafür, dass dem Körper in ein Stadium der Selbsthilfe geholfen wird. Trockenes Schröpfen ist beliebt bei Beschwerden wie Karpaltunnelsyndrom, Rückenproblemen oder Kniegelenksschmerzen. Selbst bei einer Erkältung soll diese Methode die Genesung fördern.
Die Schröpfkopfmassage
Eine besondere Weiterentwicklung der Vorgehensweise verkörpert die Schröpfkopfmassage. Dabei wird der Rücken zunächst mit Öl eingerieben. Anschließend fährt der Heilpraktiker mit der Glasglocke Muskel-, Sehnen- und Nervenlinien entlang, um etwaige Verspannungen zu lockern und die Durchblutung anzuregen. Der Schröpfkopfmassage werden effizientere Ergebnisse bescheinigt als der herkömmlichen Massage.

Schröpfglas
Schröpfen ist eine bekannte Methode zur Lösung von Verspannungen bzw. zum lindern von Schmerzen. Dabei kommt das sogenannte Schröpfglas zum Einsatz. Diese kugelförmigen Gefäße sind aus Glas und besitzen unterschiedliche Durchmesser. Dieser kann zwischen 3 und 6 cm liegen. Mittels Unterdruck sollen sie auf die betroffenen Stellen einwirken und ihre Wirkung erzielen. Das Verfahren ist nicht neu, sondern bereits seit mehreren Tausend Jahren bekannt.

Wie funktioniert die Methode?
Die Behandlung sollte in jedem Fall von einer fachkundigen Person/ einem Arzt durchgeführt werden. Dieser setzt die Gläser mit der Öffnung nach unten, auf bestimmte Stellen der Haut. Der benötigte Unterdruck wird durch Hitze oder Absaugen der Luft erreicht. Dabei wird die Durchblutung des Körpers angeregt und die heilsamen Kräfte können ihre Wirkung entfalten. Ursprünglich wurde die Wirkung mit dem Fließen der Körpersäfte erklärt. Sind diese im Ungleichgewicht, sollten mit Hilfe des Schröpfglas die Säfte wieder zum Fließen angeregt werden. Auf diese Weise konnten Blockaden und Schmerzen behandelt werden.



Wie kommt es zu einer Behandlung mit dem Schröpfglas?
Zunächst muss die genaue Stelle ertastet werden, an der die Muskelverhärtung vorliegt. Dabei kann zum Beispiel langsam mit den Fingern über den Rücken gefahren werden. In einigen Fällen kommt auch das trockene Schröpfen zum Einsatz, bei welchem das Schröpfglas direkt auf die betroffenen Stellen gesetzt wird. Klassischerweise wird die Luft in dem Schröpfglas aber vorher erhitzt und anschließend auf die Haut gesetzt. Kühlt nun die Luft im Inneren ab, wird der Unterdruck erzeugt, die Gefäße erweitern sich und die Durchblutung wird angeregt.

Wobei kann Schröpfen helfen?
Wer sich dem Schröpfen unterzieht, empfindet diese Methode in der Regel sehr wohltuend und entspannend. Da sie durch die Unterdruck und die angeregte Durchblutung die Verspannungen lösen, empfinden die Betroffenen später bei Schmerzen, Stress oder Müdigkeit große Erleichterung. Daneben kann das Schröpfen aber auch bei Erkältungen, Rückenproblemen oder Menstruationsbeschwerden zum Einsatz kommen. Dabei sollte jedoch beachtet werden, dass Schröpfen kein Wunderheilmittel ist und die klassische Schulmedizin nicht ersetzen kann. Zudem bleiben nach dem Schröpfen kleine Blutergüsse auf der Haut zurück, wobei die Stellen oft auch etwas schmerzempfindlich werden. Damit die Wirkung sich optimal entfalten kann, sollte nach der Behandlung vier Stunden lang nicht geduscht werden. Zudem wird das Schröpfglas bei der nächsten Behandlung nicht an derselben Stelle angesetzt. Für Personen die Gerinnungshemmer einnehmen, wird diese Methode nicht empfohlen, da unangenehmen Nebenwirkungen auftreten können.