Schröpfen – traditionelles Heilverfahren seit dem Mittelalter

Schon im Mittelalter wussten die Menschen um die heilende Wirkung des Schröpfens. Und daran hat sich auch bis heute nichts geändert. Beim Schröpfen werden dem Patienten die speziellen Schröpfgläser direkt auf die Haut gesetzt, meist im Bereich des Rückens, und erzeugen dort einen Unterdruck. Die Idee, die seit Beginn dieser Heilmethode dahinter steckt, ist, dass durch den beim Schröpfen entstehenden Unterdruck Schadstoffe, die sich im Körper angesammelt haben, über die Haut ausgeschieden werden. Erzeugt wird der Unterdruck beim Schröpfen dadurch, dass die Luft im Schröpfglas zunächst erhitzt wird. Dann wird das Schröpfglas mit der heißen Luft sofort auf die Haut gesetzt. Alternativ zum Unterdruckerzeugen durch Erhitzen kann dieser auch durch eine moderne Absaugvorrichtung erzeugt werden. Des Weiteren wird unterschieden zwischen dem blutigen und dem trockenen Schröpfen. Wobei bei der blutigen Variante die Haut angeritzt wird und bei der trockenen Variante die Haut unversehrt bleibt.
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